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Schadstoffkataster

In öffentlichen Gebäuden aus den 60er und 70er Jahren lauern verbaute Altlasten, die gesondert entsorgt werden müssen oder besondere Anforderungen im Hinblick auf den Arbeitsschutz fordern. Aber auch in Wohngebäuden und gewerblich genutzten Immobilien können bedenkliche Materialien oder durch die Nutzung entstandene Belastungen vorhanden sein. Vor jeder Umbau- oder Sanierungsmaßnahme empfiehlt es sich daher, eine Bestandsaufnahme von belasteten Materialien zu erheben, um Umwelt und Nutzer zu schützen sowie Arbeitsschutzmaßnahmen zu ergreifen.

In der Regel schließt ein Schadstoffkataster die folgenden heute nicht mehr eingesetzten Schadstoffe ein:

  • Polychlorierte Biphenyle (PCB) gemäß DIN 51527
  • Polycyclische, aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) nach EPA-Liste
  • Asbest
  • alte künstliche Mineralfasern (KMF) vor 1999 verbaut
  • Pentachlorphenol (PCP) und Lindan

Auf Wunsch bieten wir Ihnen eine Erweiterung auf die heute verwendeten bedenklichen Verbindungen und Materialien sowie Schäden durch Schimmelpilze, Hausschwamm und andere holzzerstörende Pilze an.

Unsere Leistungen

  • Bestandsaufnahme Gebäude mittels Fragebogen/Ortsbegehung
  • Anamnese bei gesundheitlichen Beschwerden
  • Gefahrstoff- und Störstoffkataster
  • Raumklimamessung
  • Materialprüfungen
  • Hausstaubuntersuchung
  • Raumluftanalysen
  • Probennahme und Analyse in zertifizierten Laboren
  • Aus- und Bewertung nach gültigen Grenz- und Richtwerten
  • Gefährungsbeurteilung sowie Arbeits- und Sicherheitsplan nach TRGS 524
  • Abfalldeklaration nach LAGA M 20 – TR Boden sowie Deponieverordnung
  • Empfehlung von Handlungs- und Sanierungmaßnahmen

Unsere Vorgehensweise

Im Rahmen einer Ortsbegehung listen wir Ihnen verdächtige Bauteile auf und empfehlen Ihnen exemplarische Materialproben. Der Umfang der Beprobung erfolgt nach Absprache. Ist der Nachweis in Materialien erfolgt führen wir Luftbeprobungen im Hinblick auf einen Sanierungsbedarf durch. Sie erhalten eine Dokumentation über Laborergebnisse, Entsorgungsmaßnahmen und Sanierungsempfehlungen. Im Anschluss an die Sanierungsmaßnahme bieten wir Ihnen eine Freimessung an.

Terminempfehlungen

17.05.2019 | 09:00-17:00 Uhr
10. EMV-Tagung des VDB – Energieversorgung & Mobilfunk, München

27.06.2019 | 09:30-17:00 Uhr
Lehmbau für Architekten und Ingenieure – LLH-HeRo Seminar, Witzenhausen

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Wir beraten Sie gerne!

Schadstoffkataster/Schadstoffgutachten

Ob Wohnhaus, Bürogebäude oder Schule in Abbruch- und Sanierungsgebäuden unterschiedlichsten Alters und Vornutzung sind häufig Schadstoffe vorhanden, die aufgrund von Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und umweltgerechte Abfallentsorgung vor einem Rückbau oder einer Sanierung erfasst werden sollten und dementsprechend auszubauen sind. Im Rahmen eines Schadstoffkatasters werden diese schadstoffhaltigen Baustoffen und Gefahrstoffe identifiziert und dokumentiert. Neben Empfehlungen für Arbeits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen werden Entsorgungswege vorgeschlagen.

Als typische Schadstoffe, die erfasst werden sollten, gelten die folgenden Altlasten:

  • Asbest in Faserzementplatten auf Dächern, an Fassaden oder Luftschächten, aber auch Dichtungsschnüre, Bodenbeläge, Nachtspeicheröfen sowie die aktuell stärker in das Blickfeld gerückten bauchemischen Produkte (Fliesenmörtel, Klebstoffe, Putze, Spachtelmassen)
  • Künstliche Mineralfasern (KMF): Wärmedämmung, Trittschalldämmung, Füllung von Trockenbauwänden
  • Polycyclische, aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) in teerhaltigen Produkten: Dach- und Dichtungspappen, Fußböden (Gussasphalt), Parkettkleber, Brandrückstände
  • Polychlorierte Biphenyle (PCB): Fugenmassen, Deckenplatten, Decken- und Wandanstrichen
  • Holzschutzmittel wie Pentchlorphenol (PCP) und Lindan: Dachstühle, Konstruktionshäuser, Holzbauteile im Außenbereich

Ein wesentlicher Punkt, um bereits vor einer Baumaßnahme Hinweise auf mögliche schadstoffbelastete Baumaterialien zu erhalten, ist das Baujahr des betroffenen Gebäudes und/oder der Zeitraum von Sanierungen oder Umbauten. Denn Baumaterialien wie Asbest, alte Mineralwolle, PAK oder Holzschutzmittel wurden in bestimmten unterschiedlichen Verwendungszeiträumen eingesetzt. Asbest wurde zwischen 1950 und 1990 verstärkt eingesetzt. Bei vor 2000 erstellten Gebäuden kann man davon ausgehen, dass sie Baumaterialien aus alter Mineralwolle erhalten. PCB kam bis 1978 in offenen Systemen zur Anwendung. In Fertighäusern aus den 1960er- und 1970er-Jahren finden sich neben den häufig eingesetzten Holzschutzmitteln wie Lindan oder Pentachlorphenol (PCP) in der Regel auch Asbestprodukte sowie Formaldehyd aus älteren Spanplatten.

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