05 61 - 92 03 95 30 info@biovision-analytik.de

Der wichtigste Baustoff für eine nachhaltige Baukultur ist Holz. Als natürlicher Baustoff braucht verbautes Holz Schutz und Pflege.

In der Natur bietet Holz in vielfältiger Weise einen Lebensraum für sehr unterschiedliche Lebewesen. Wird es in Häusern verbaut, müssen Bedingungen geschaffen werden, die die natürlichen Holzbewohner vergraulen. Sehr gefürchtet sind vor allem holzzersetzende Pilze. Bleiben sie über längere Zeit unentdeckt, kann das zu einem großen Schaden führen. Bei der Pilz-Besiedlung ist die Feuchtigkeit der entscheidende Faktor. Dauerhaft durchfeuchtetes Holz schafft eine ideale Basis für Pilze, sei es aufgrund von Leckagen in der Haustechnik, undichten Dächern oder mangelnder Belüftung. Pilze ernähren sich vom Holz. Dies führt zur Zerstörung oder Schwächung seiner Struktur, was das Holz wiederum anfälliger für Insektenbefall machen kann. In vielen Fällen lässt sich ein Insektenbefall als Folge einer Holzzerstörung durch Pilze beobachten. Nachdem Pilze das Holz schwächen, wird es anfälliger für die Besiedlung durch Insekten wie Ameisen, Holzwürmer oder Käfer. Diese bauen das bereits geschwächte Holz weiter ab, indem sie innerhalb der Holzstruktur Tunnel graben, Gänge hinterlassen und sich von den Holzbestandteilen ernähren.

Durchfeuchtung vermeiden

Die wichtigste Holzschutzmaßnahme im Innenraum ist daher, die Durchfeuchtung des Holzes zu vermeiden. Der präventive Einsatz chemischer Holzschutzmittel ist im Haus dabei völlig unnötig. Lediglich ein bereits erfolgter Pilzbefall kann diesen notwendig machen. Solche Substanzen sollten nur durch Fachbetriebe eingesetzt werden. Eine ausreichende Belüftung von Holzstrukturen sorgt für eine gute Luftzirkulation, um Feuchtigkeitsansammlungen zu vermeiden. Um Leckagen in der Haustechnik rechtzeitig zu entdecken, lohnt es sich, regelmäßig die Wasseruhren zu beobachten, um festzustellen, ob Wasser verbraucht wird, ohne es aktiv zu entnehmen. Feuchtigkeitseintritte lassen sich oft durch Verfärbungen an Oberflächen erkennen. Auf Putzflächen führt Feuchtigkeit manchmal zusätzlich zu Salzausblühungen. Ebenso hilft der Geruchssinn. Riecht es modrig oder erdig, kann das ein Hinweis auf Feuchtigkeit sein. Auch außerhalb des Hauses sollte man eine dauerhafte Durchfeuchtung verhindern, also etwa die direkte Erdberührung des Holzes vermeiden. Holzkonstruktionen sollten immer so gebaut sein, dass Wasser schnell abfließen und das Holz wieder vollständig trocknen kann. Dabei sind einige Holzarten widerstandsfähiger als andere. Eichenholz ist aufgrund seiner Zusammensetzung wesentlich
dauerhafter als etwa Fichtenholz.

Anstriche immer wieder erneuern

Um es vor UV-Strahlung und Witterung zu schützen, ist der Einsatz geeigneter Anstriche sinnvoll. Im Außenbereich erhalten offenporige Systeme wie Lasuren oder Holzöle die Dauerhaftigkeit von Holz ausgezeichnet. Sie füllen die Holzporen und sorgen dafür, dass kein Wasser eintritt. Schichtbildende Lacke sind im Vergleich dazu deutlich schlechter geeignet. Die Lackschicht kann Risse bilden, durch die Feuchtigkeit eindringt. Das Holz darunter wird feucht, quillt und trocknet schlechter. Farbige Anstriche minimieren Schäden durch UV-Strahlung. Je dunkler der Farbton, desto besser ist der schützende Effekt. Vor dem Streichen, muss das Holz trocken sein, damit sich die Holzporen gut mit dem Anstrichmittel füllen. Je nachdem, wie stark das Holz der Witterung ausgesetzt ist, muss man den Anstrich gelegentlich erneuern. Viele Faktoren beeinflussen also die Haltbarkeit einer Holzkonstruktion. Der wichtigste Schutz ist – innen wie außen – die Vermeidung von dauerhafter Feuchtigkeit.

Dieser Text erschien zuerst im StadtZeit-Magazin Kassel, Autor/in: Dr. Kerstin Volkenant, Peter K. Wolff

Rufen Sie uns an und vereinbaren Sie jetzt einen Termin unter 05 61 – 92 03 95 30. 
Wir beraten Sie gerne!

biovision Kassel Mitgliedschaften in baubiologischen und lokalen Verbänden